Heuer hatte ich das dritte Mal das Vergnügen beim Summer Workshop von Andreas H. Bitesnich dabei zu sein. Wieder als Teil des Teams, diesmal als Instruktor – was mir ganz besonders viel Spaß gemacht hat.
Eine Woche Workshop mit 12 Teilnehmern, 3 Modellen, 3 Instruktoren, Make-up, Assistenz uvm. bedeutet mehr Vorbereitung als man auf den ersten Blick vermutet. Andreas und Anthony haben bereits im Winter begonnen die Location zu reservieren, Sponsoren zu kontaktieren, Modelle zu buchen und vieles mehr.
Ein paar Wochen bevor es los ging haben wir uns als Team zusammengesetzt und einen Schlachtplan für die Woche gemacht. Welche Sets wollen wir aufbauen, was passt zu welchem Modell, was können wir Neues und Spannendes machen und wie können wir den Teilnehmern eine richtig gute Zeit bereiten und ihnen – ohne dass es langweilig wird – möglichst viel beibringen.
Wieder einmal bin ich total begeistert von den Teilnehmern und der Internationalität beim Workshop. Wir haben Leute aus Brasilien, Frankreich, den Philippinen, England, Italien, Schweiz und natürlich aus Österreich. Die Stimmung ist sensationell – die Leute kommen aus der ganzen Welt um gemeinsam ihrer Leidenschaft – der Fotografie auf höchstem Niveau – nachzugehen. Das Portfolio Review zu Beginn war super spannend und ließ sehr interessante Bilder am Ende der Woche erwarten.
Zwei Tage bevor alle Teilnehmer eintreffen geht das Aufbauen los. Wir haben zwei Klein-LKWs in die mehr oder weniger ein ganzes Studio verladen werden soll. Blitzanlagen, Hintergründe, Stative, Props, Abschatter und alles was wir vielleicht sonst noch brauchen werden kommt in die Autos und werden zur Location gefahren. Wir haben zwei geniale Räume zur Verfügung – der kleine hat 130 Quadratmeter und der große 260 Quadratmeter – beide ca 7 oder 8 Meter hoch. Das Equipment ist fein säuberlich aufgelegt und wir können mit den Teilnehmern gemeinsam die Sets aufbauen und uns das erste Licht erarbeiten.
Warum kalibriert man seinen Monitor, in welchem Farbraum kann man arbeiten, welche Bildbearbeitungsprogramme werden im High End Bereich verwendet – am ersten Tag versuchen wir alle Teilnehmer dort abzuholen wo sie stehen, und Andreas zeigt wie er seinen Workflow gestaltet hat und seine Projekte bearbeitet.
Wir haben Unterstützung von Canon, Hensel, Hahnemühle, Eizo, Datacolor, PhaseOne, ProDigital, und dem Digitalstore und plötzlich ist die Theorie gar nicht mehr so grau.
Bereits zum zweiten Mal heuer sieht der Zeitplan so aus, dass vormittags geshootet wird und nachmittags die gemachten Bilder bearbeitet werden. Fotografiert wird in kleinen Gruppen – jeweils vier Teilnehmer bilden ein Team mit einem Model und einem Instruktor. Und wie bei einer „richtigen“ Produktion helfen alle zusammen, damit derjenige, der gerade fotografiert alle Unterstützung hat, die er braucht. Diejenigen, die gerade nicht fotografieren halten Reflektoren, bereiten Props vor, schatten ab oder helfen sonst irgendwie mit.
Bei den Sets haben wir uns bemüht möglichst viel Abwechslung zu bieten und unterschiedlichste Lichtsituationen zu kreieren.
Eizo hat uns 12 nagelneue Top Monitore für den Workshop zur Verfügung gestellt – und Oliver Mews von Datacolor hat die Teilnehmer mit Wissen zu Kalibrieren, Farben und co. versorgt.
Und dann ging es schon los – die vormittags geschossenen Bilder wurden auf die Rechner geladen und bearbeitet. Unser Team stand den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite und es war eine Freude für uns zu sehen welch tolle Ergebnisse die Teilnehmer erreichen konnten.
Canon stellte uns nicht nur sein gesamtes Kamerasortiment mit jeder Menge Linsen zur Verfügung, sondern versorgte uns auch mit einem feinen Drucker – sodass jeder Teilnehmer mehrere Prints mit nach Hause nehmen konnte.
Und wie heißt es so schön: Das Beste kommt zum Schluss – am letzten Tag werden die produzierten Kunstwerke von Andreas in eine gemeinsame Slideshow verpackt und in einer atemberaubenden Diashow präsentiert.
Wir waren total begeistert und beeindruckt welch großartige Bilder die Teilnehmer in der Woche gemacht haben und mit welchen tollen Ergebnissen jeder am Ende der Woche nach Hause gehen kann. Die Woche ist extrem schnell vergangen und rein subjektiv kann ich sagen: wir hatten eine richtig geniale Zeit!
Der Workshop im Sommer 2016 ist schon in Vorbereitung – Anmeldungen sind bereits möglich 😉
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Hier geht’s zur Seite von Andreas H. Bitesnich.